Historisches Denkmal · Landstraße, Wien
Wittgenstein House
Haus Wittgenstein
Foto
- Heute
- Öffnungszeiten nicht erfasst
- Besuchsdauer
- 30 Min
- Barrierefreiheit
- Nicht erfasst
- Preis
- Nicht erfasst
- Einordnung
- Muss man gesehen haben · Kulturerbe
- Rang
- Rang 55 von 5,640
Über Wittgenstein House
Das Haus Wittgenstein — auch Stonborough House genannt — ist ein modernistisches Wohnhaus in der Kundmanngasse 19 im 3. Bezirk Wiens, das 1926-1928 für Margaret Stonborough-Wittgenstein, die Schwester des Philosophen Ludwig Wittgenstein, erbaut wurde. Der Auftrag wurde vom Architekten Paul Engelmann, einem ehemaligen Schüler von Adolf Loos, ausgearbeitet; Wittgenstein selbst stieg während des Entwurfs ein und übernahm einen großen Teil der Detailgestaltung.
Das Ergebnis ist ein Baukörper mit Flachdach, schmucklosen, schlicht verputzten Wänden und präzisen Proportionen, ohne jedes Element jener dekorativen Formensprache, die die Wiener Wohnarchitektur in den 1920er-Jahren noch prägte. Überliefert ist, dass Wittgenstein nach der Fertigstellung die Decke des Gebäudes um mehrere Zentimeter anheben ließ, weil die Proportion auf ihn falsch wirkte. Außerdem entwarf er persönlich die Tür- und Fensterbeschläge, die Heizkörper und die Anordnung der Stahlrahmenfenster mit einer Präzision, die eher an technische Zeichnungen als an Wohnarchitektur erinnert.
Das Haus ist heute ein geschütztes Denkmal und dient als Sitz des Bulgarischen Kulturinstituts in Wien. Deshalb wird es manchmal unter diesem Namen ausgeschildert und nicht als privates Wohnhaus.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Was ist drin?
Im Inneren sind Wittgensteins präzise Details erhalten: die unverzierten Tür- und Fenstergriffe, die er selbst entworfen hat, bündig eingelassene Heizkörper statt frei stehender Elemente und Räume, deren Proportionen nach seinen eigenen Berechnungen und nicht nach einem standardisierten Raster festgelegt wurden. Die Räume dienen heute als Büros, Bibliothek sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsräume des Bulgarischen Kulturinstituts. Daher wird der Grundriss heute teilweise durch seine aktuelle institutionelle Nutzung und teilweise durch die erhaltene ursprüngliche Bausubstanz gelesen — das Gebäude wurde nie als Hausmuseum eingerichtet und besitzt keine fest installierte Darstellung historischer Wohnräume.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Empfohlene Besuchsdauer
Ein Besuch im Rahmen einer geplanten Veranstaltung oder Ausstellung des Bulgarischen Kulturinstituts dauert so lange wie die jeweilige Veranstaltung selbst; die Außenansicht und die während der Öffnungszeiten des Instituts zugänglichen Teile des Erdgeschosses nehmen für Besucher mit Interesse an Architektur und Details ungefähr zwanzig bis dreißig Minuten in Anspruch. Wer das Haus gemeinsam mit seinem Straßenkontext betrachtet — und seine flachen, schmucklosen Flächen mit den stärker verzierten Bürgerhäusern der Kundmanngasse auf beiden Seiten vergleicht — benötigt weitere zehn Minuten, wenn der Kontrast und nicht nur das Gebäude selbst von Interesse ist.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Jahreszeit und Menschenmassen
Das Haus wird nicht wie ein Museum mit regulären öffentlichen Öffnungszeiten betrieben — der Zugang richtet sich nach den Bürozeiten und veröffentlichten Veranstaltungen des Bulgarischen Kulturinstituts. Dieser Führer nennt hier kein festes wöchentliches Besuchszeitfenster, da ein solches nicht veröffentlicht ist; ein Besuch sollte daher nach einer angekündigten Ausstellung, einem Vortrag oder einem Tag der offenen Tür des Instituts geplant werden und nicht in der Erwartung eines spontanen Zutritts. Die Außenansicht ist dagegen zu jeder Tages- und Jahreszeit von der öffentlichen Straße aus sichtbar und hängt überhaupt nicht vom Kalender des Instituts ab.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Tickets
Es gibt keinen regulären Eintrittspreis, da das Gebäude nicht als Sehenswürdigkeit mit Eintrittskarten zugänglich ist — der Zugang erfolgt über das eigene Programm des Bulgarischen Kulturinstituts, und für eine dort stattfindende Veranstaltung kann eine Gebühr anfallen oder nicht; dieser Führer nennt sie nicht, da sie je nach Veranstaltung und nicht je nach Gebäude variiert. Wer nur die Außenansicht sehen möchte, zahlt nichts und benötigt keinerlei Anmeldung, da das Haus an einer frei zugänglichen öffentlichen Straße steht.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Ankommen
Die Kundmanngasse liegt in Landstraße, dem 3. Bezirk, in einer Wohnstraße, wenige Gehminuten von der Haltestelle Rochusgasse der Straßenbahnlinie O und von der U3-Station Rochusgasse entfernt, etwa zehn Gehminuten von der Ringstrasse. Es gibt keinen eigenen Besuchereingang und keinen Vorplatz — von der Straße aus wirkt das Gebäude wie die privaten Häuser in seiner Umgebung. Der Wiener Stadtpark und die Promenade am Wienfluss sind bequem zu Fuß erreichbar, weshalb das Haus oft mit einem längeren Spaziergang durch Landstraße verbunden wird, anstatt als isolierter Halt besucht zu werden.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Worauf Sie achten sollten
Das Haus liegt in einer Wohnstraße zwischen bewohnten Privathäusern. Ein Besuch besteht daher aus einem ruhigen Blick auf ein genutztes Institutsgebäude und nicht aus einem Halt mit Besucher-Infrastruktur — es gibt außerhalb der Öffnungszeiten des Instituts keinen Shop, keine Warteschlange und keinen eigenen Empfangsschalter. Da es sich um die genutzten Räumlichkeiten des Bulgarischen Kulturinstituts handelt, bedeutet ein unangekündigtes Erscheinen außerhalb einer veröffentlichten Veranstaltung und die Erwartung, eingelassen zu werden, normalerweise, dass das Gebäude an diesem Tag für Besucher geschlossen ist.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Fotografie
Die flachen Flächen der Fassade und die Stahlrahmenfenster lassen sich bei gleichmäßigem, diffusem Licht besser fotografieren als bei starker Sonne, da das besondere Interesse des Gebäudes in seinen Proportionen und dem Fehlen von Ornamenten liegt, nicht in Oberflächenstruktur oder Schattenspiel. Es handelt sich um eine Wohnstraße, in der gegenüber Nachbarn leben; Fotografien vom Gehweg aus sollten daher kurz gehalten werden und die privaten Häuser, die das Gebäude flankieren, nicht beiläufig als Motive einbeziehen.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Häufige Fragen
Ist das Haus Wittgenstein für die Öffentlichkeit zugänglich?
Der Status des öffentlichen Zugangs ist nicht dokumentiert. Besucher müssen aktuelle Informationen bei offiziellen Quellen einholen.
Ist das Haus Wittgenstein ein Museum?
Nein. Es ist der Sitz des Bulgarischen Kulturinstituts in Wien und wurde nie in ein Hausmuseum mit fest eingerichteten historischen Räumen oder regulären öffentlichen Öffnungszeiten umgewandelt.
Wer hat das Haus tatsächlich entworfen, der Schüler von Loos oder Wittgenstein?
Paul Engelmann, ein ehemaliger Schüler von Adolf Loos, arbeitete den ursprünglichen Auftrag aus. Ludwig Wittgenstein stieg während des Entwurfs ein und übernahm einen großen Teil der Detailgestaltung, bis hin zu den Türgriffen und Fensterbeschlägen.
Warum wird das Haus auch Stonborough House genannt?
Margaret Stonborough-Wittgenstein, die Schwester von Ludwig Wittgenstein, war die Auftraggeberin, die das Haus als ihren Wiener Wohnsitz in Auftrag gab.
Können Besucher an jedem Wochentag spontan hineingehen?
Nein. Es sind keine regulären Öffnungszeiten für spontane Besuche veröffentlicht; der Zugang richtet sich nach den Bürozeiten und geplanten Ausstellungen oder Veranstaltungen des Bulgarischen Kulturinstituts.
Was macht das Haus architektonisch bedeutend?
Sein völliges Fehlen zeittypischer Ornamente in einem Wien, in dem in den 1920er-Jahren weiterhin verzierte Fassaden errichtet wurden, sowie Wittgensteins äußerst präzise Gestaltung von Beschlägen und Proportionen. Dazu gehört auch die angeblich von ihm veranlasste Anhebung einer fertigen Decke, weil ihre Höhe auf ihn falsch wirkte.
Wo es ist
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Externe Links
Zuletzt aktualisiert:
Quelle: OpenStreetMap-Mitwirkende, Wikidata ·