Historisches Denkmal · Innere Stadt, Wien
Stadtpalais Liechtenstein
- Heute
- Öffnungszeiten nicht erfasst
- Besuchsdauer
- 45 Min
- Barrierefreiheit
- Nicht erfasst
- Preis
- Nicht erfasst
- Einordnung
- Muss man gesehen haben · Kulturerbe
- Rang
- Rang 59 von 5,640
Über Stadtpalais Liechtenstein
Das Liechtensteinische Stadtpalais ist ein barockes Stadtpalais in der Bankgasse 9 im 1. Wiener Bezirk. Es entstand in mehreren Bauphasen vom späten 17. bis zum frühen 18. Jahrhundert als winterliche Stadtresidenz des fürstlichen Hauses Liechtenstein. Es ist vom größeren Gartenpalais der Familie im Bezirk Alsergrund zu unterscheiden, das eine eigene Kunstsammlung beherbergt.
Domenico Martinelli leitete für Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein die wichtigste Bauphase zwischen etwa 1694 und 1706. Dessen Vermögen aus mährischen und schlesischen Gütern finanzierte ein Bauprogramm, aus dem auch das Wiener Gartenpalais der Familie und das jenseits der Grenze gelegene Gut Feldsberg hervorgingen.
Das Haus Liechtenstein besitzt das Palais bis heute. Es dient zeremoniellen und repräsentativen Aufgaben der Familie und des Fürstentums und nicht als öffentliches Museum. Darin liegt der entscheidende Unterschied zum Gartenpalais, dessen Gemäldegalerie die öffentlich gezeigte Sammlung der Familie bildet.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Was ist drin?
Die Repräsentationsräume des Palais umfassen eine große Treppe, eine Eingangshalle und eine Folge von Prunkräumen im Piano nobile. Sie tragen die barocke Ausstattung aus Martinellis Bauphase und werden als funktionierende Repräsentationsräume des Fürstenhauses gepflegt, nicht als feste Ausstellung gezeigt.
Das Gebäude dient offiziellen Empfängen mit Bezug zum Fürstentum Liechtenstein und familiären Anlässen und wird zeitweise für private Veranstaltungen vermietet. Anders als das Gartenpalais besitzt es keine dauerhaft öffentlich zugängliche Kunstsammlung.
Da das Innere ein repräsentativer, an Wohnräume angrenzender Bereich und kein Museum ist, hängt vollständig von der im Voraus vereinbarten Führung oder Veranstaltung ab, was Besucher an einem bestimmten Tag sehen.
Das Palais liegt nahe der Hofburg und dem Ballhausplatz, dem Sitz des österreichischen Bundeskanzleramts. Diese Lage erklärt seine historische Rolle als diplomatische und repräsentative Adresse der Familie Liechtenstein in den Jahren, als das Fürstentum im Alltag engere Beziehungen zum kaiserlichen Hof unterhielt als heute.
Dieses Palais ist nicht mit dem Liechtensteinischen Gartenpalais im Bezirk Alsergrund zu verwechseln. Dabei handelt es sich um ein völlig anderes Gebäude, das die Gemäldegalerie der Familie beherbergt und regelmäßige öffentliche Öffnungszeiten hat. Das hier beschriebene Gebäude in der Bankgasse ist die ältere winterliche Stadtresidenz der Familie und besitzt keine eigene öffentliche Sammlung.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Empfohlene Besuchsdauer
Es gibt keinen festen, selbst geführten Besuch, dessen Dauer sich planen ließe. Eine vorab vereinbarte Führung durch die Prunkräume dauerte in den seltenen Fällen, in denen sie angeboten wurde, traditionell weniger als eine Stunde. Die Dauer einer privaten Veranstaltung bestimmt dagegen der Gastgeber; sie kann einen ganzen Abend statt der kürzeren Zeit eines museumsartigen Rundgangs umfassen.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Jahreszeit und Menschenmassen
Das Palais hat keinen öffentlichen Öffnungskalender. Deshalb gibt es keine Jahreszeit, in der die Chance auf Einlass größer wäre. Der Zugang hängt ausschließlich davon ab, ob über die Palaisverwaltung oder die eigenen Kanäle des Fürstentums eine Führung oder Veranstaltung vereinbart wurde; dies wird im Einzelfall geprüft und nicht nach einer bestimmten Jahreszeit geplant.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Tickets
Es gibt keine reguläre Eintrittskarte, da das Palais nicht als öffentliches Museum betrieben wird. Zutritt erfolgt über eine vereinbarte Führung oder die Buchung einer privaten Veranstaltung und nicht durch einen spontanen Ticketkauf. Ob derzeit ein Führungsprogramm besteht und welcher Preis gegebenenfalls gilt, ist hier nicht verzeichnet. Maßgeblich sind die eigenen Kanäle des Hauses Liechtenstein und des Fürstentums, da kein Drittanbieter die gelegentlichen Öffnungen eines privaten Palais zuverlässig erfasst.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Ankommen
Die Bankgasse 9 liegt hinter der Hofburg und dem Ballhausplatz. Von der U-Bahn-Station Herrengasse der Linie U3 sowie von der Straßenbahnhaltestelle Rathausplatz mit den Linien 1, 2, 37, 38, 40, 41 und 42 ist das Palais jeweils in etwa fünf bis sieben Minuten zu Fuß erreichbar. Trotz ihrer zentralen Lage wirkt die Straße ruhig und wohnlich; verglichen mit der Ringstraße gibt es hier nur wenig Fußgängerverkehr.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Worauf Sie achten sollten
Das Stadtpalais wird leicht mit dem Liechtensteinischen Gartenpalais in Alsergrund verwechselt, das tatsächlich eine öffentliche Kunstsammlung und öffentliche Öffnungszeiten besitzt. Wer in der Bankgasse die Gemäldegalerie erwartet, begeht den wichtigsten vermeidbaren Fehler: Beide Gebäude gehören derselben Familie, erfüllen aber völlig unterschiedliche Aufgaben.
Ohne vorab vereinbarten Besuch kann man in der Bankgasse 9 nichts betreten und das Palais nur von außen ansehen.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Fotografie
Die Fassade an der Bankgasse darf von der öffentlichen Straße aus frei fotografiert werden. Die Straße ist allerdings so schmal, dass für eine Aufnahme der gesamten Front etwas Abstand oder ein seitlicher Blick vom Minoritenplatz nötig ist. Ohne vorab vereinbarten Besuch gibt es keinen öffentlich zugänglichen Innenraum zu fotografieren. Bei einem solchen Termin würde die Verwaltung des Hauses Liechtenstein die Fotoregeln festlegen, nicht eine veröffentlichte Museumsordnung des Palais.
Geprüft 2026-08-24 · Quelle
Häufige Fragen
Sind das Liechtensteinische Stadtpalais und das Liechtensteinische Gartenpalais dasselbe Gebäude?
Nein. Das Stadtpalais in der Bankgasse ist die winterliche Stadtresidenz der Familie und besitzt keine öffentliche Sammlung. Das Gartenpalais in Alsergrund ist ein eigenes Gebäude mit der Kunstsammlung der Familie und öffentlichen Öffnungszeiten.
Können Besucher das Stadtpalais betreten?
Nur im Rahmen einer vorab vereinbarten Führung oder einer gebuchten Veranstaltung. Es gibt weder einen regulären Museumsbetrieb noch spontanen Einlass.
Wer erbaute das Liechtensteinische Stadtpalais?
Domenico Martinelli leitete ungefähr von 1694 bis 1706 die wichtigste Bauphase für Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein.
Gehört das Palais noch immer dem Haus Liechtenstein?
Ja. Das Fürstenhaus ist weiterhin Eigentümer und nutzt das Palais für zeremonielle und repräsentative Aufgaben mit Bezug zum Fürstentum.
Gibt es im Stadtpalais eine Kunstsammlung?
Nein. Die öffentliche Kunstsammlung der Familie wird im getrennten Gartenpalais in Alsergrund gezeigt, nicht im Stadtpalais in der Bankgasse.
Wo es ist
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Externe Links
Zuletzt aktualisiert:
Quelle: OpenStreetMap-Mitwirkende, Wikidata ·